Partnermagazin logo 25

26 LIFESTYLE SALVADOR DALÍ, RENÉ MAGRITTE, JOAN MIRÓ – SURREALISMUS IN PARIS Eine Ausstellung mit diesem Titel findet vom 02.10.2011 bis zum 29.01.2012 in der Fondation Beyeler in Basel/Riehen statt. Die Exposition versammelt über 200 Meisterwerke von Salvador Dalí, Joan Miró und René Magritte sowie anderen SURREALISTISCHEN Kunstschaffenden. Als weitere Höhepunkte werden die SURREALISTISCHEN Privatsammlungen von Peggy Guggenheim und André Bretons erster Frau, Simone Collinet, präsentiert. Neben berühmten Gemälden und Skulpturen sind Objekte, Fotografien, Zeichnungen, Manuskripte, Schmuckstücke und Filme zu entdecken. Kunsthistorische Mini-Einführung Der SURREALISMUS entstand 1924 in Paris als eine Bewegung in der Literatur und der bildenden Kunst. Sein Ziel war es, das Unwirkliche und Traumhafte sowie die Tiefen des Unbewussten auszuloten und den durch die menschliche Logik begrenzten Erfahrungsbereich um das schillernde, teilweise beängstigende Reich des Phantastischen und Absurden zu erweitern. Inspiriert von den durch Sigmund Freud aufgespürten Schimären in den Abgründen der menschlichen Seele und angeführt durch André Breton, wollten die SURREALISTEN mit einer neuen Art von Kunst auf das Leben und die Gesellschaft einwirken. Die brennende Giraffe Salvador Dalí, geboren 1904 in Figueres, war ein spanischer Maler, Grafiker, Schriftsteller, Bildhauer und Bühnenbildner. Er zählt zu den bekanntesten Malern des 20. Jahrhunderts und gilt als einer der Hauptvertreter des SURREALISMUS. Bereits mit 10 Jahren wurde Dalí vom Impressionismus des spanischen Malers Ramon Pichot i Gironès beeinflusst, und mit 14 Jahren wurde der Akademische Realismus1 , penible Genremalerei des 19. Jahrhunderts, zum Vorbild seiner Malversuche. Nachdem sein Maltalent entdeckt worden war und gefördert wurde, durfte er 1922 ein Studium an der „Academia San Fernando“ für Malerei, Bildhauerei und Grafik in Madrid beginnen. Während seiner Studienzeit lernte er Federico García Lorca kennen, mit dem ihn eine lange Freundschaft verbinden sollte. 1926 reiste er zum ersten Mal nach Paris und traf dort Pablo Picasso. Auf Anregung von Joan Miró schloss sich Dalí 1929 der Gruppe der SURREALISTEN in Paris an. Jahre später kam es zu Spannungen in der Gruppe. Der Streit eskalierte wegen Dalís Bild „Das Rätsel des Wilhelm Tell“ und führte zu seinem Ausschluss aus der Gruppe der SURREALISTEN. Dalís malerisch-technisches Können erlaubte es ihm, seine Bilder in einem altmeisterlichen Stil zu malen, der an den späteren Fotorealismus erinnert. Seine häufigsten Themen sind außer Traumwelten diejenigen des Fieberrauschs und der religiösen Schwärmerei; oft hat er seine Frau Gala in seinen Gemälden dargestellt. Dalís Sympathie für den spanischen Diktator Francisco Franco, sein exzentrisches Auftreten sowie sein Spätwerk führen vielfach zu Kontroversen bei der Bewertung von Dalís Person und seiner Werke bis in die Gegenwart hinein. Er starb 1989 in seinem Geburtsort Figueres. Ermordet die Malerei! Joan Miró, geboren 1893 in Barcelona, Maler, Grafiker, Bildhauer und Keramiker. Seine frühen Werke weisen, aufbauend auf der katalanischen Volkskunst, Einflüsse des Kubismus und des Fauvismus auf. Der Künstler vollzog in Paris, beeinflusst von den dort herrschenden Kunstströmungen des Dadaismus und SURREALISMUS, einen grundlegenden Stilwechsel, der ihn von der Gegenständlichkeit wegführte. Wie seine Künstlerkollegen Dalí und Magritte gehört auch er als Vertreter der klassischen Moderne mit seinen fantasievollen Bildmotiven zu den populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. www.fondationbeyeler.ch 1 Abfällig auch „L’art pompier“, die Kunst des Feuerwehrmannes, genannt. Dies deshalb, weil viele der in dieser Kunstgattung bemühten griechischen Figuren, die als Allegorien gemeint waren, mit ihren Helmen der damaligen französischen Feuerwehr verbüffend ähnelten.

RkJQdWJsaXNoZXIy MTE0MzMw